Was ist ein Wettbroker?

Wenn es um professionelle Sportwetten geht, wird ein Wettbroker benötigt. Dieser Wettbroker fungiert als Wettvermittler.Das bedeutet also, dass ein Spieler dem Wettbroker einen Auftrag erteilt, damit dieser eine Wette abschließt.

Ohne einen Wettbroker würde die Industrie nicht funktionieren

Dieses System hat mehrere Vorteile. Zum einen ist da die gewünschte Anonymität. In der hiesigen Kultur haben Sportwetten immer noch etwas anrüchiges. Ein Image was aussagt, dass nur dumme Menschen wetten. Schließlich können Sie den Wettausgang nicht beeinflussen und somit ist es nichts weiter als Glück, ob eine Wette richtig platziert wird oder nicht.

Die meisten Spieler wissen das auch und erzählen nur bestimmten Menschen von ihren Wetten. In der Regel werden Eltern oder Beziehungspartner gar nicht oder erst spät eingeweiht. Zu groß ist die Sorge, dass diese nahestehenden Menschen empört die Augenbraue hochziehen oder sich anderweitig negativ über das Wetten äußern. Das ist unter anderem auch ein Grund warum Sportwetten Apps so attraktiv sind und es viele junge Menschen nicht mehr in ein Wettlokal zieht.

Wettbroker profitieren von ihrem großen Netzwerk

Ein zweiter Vorteil der Wettbroker liegt in deren Reichweite. Wenn verschiedene Wettbroker als Gruppe fungieren, können Sie bei mehreren Buchmachern eine Wette platzieren. Da es bei den Anfragen in der Regel um sehr hohe Wetteinsätze geht, lehnen manche Buchmacher diese ab. Wenn die Wette aber über mehrere Buchmacher verteilt wird, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Buchmacher sie annimmt viel höher.

Ein weiterer Vorteil von Wettbrokern ist das Know – How. Das Know – How bezieht sich nicht nur auf die Mathematik und die Märkte, sondern auch um Kontakte und Netzwerke. Schließlich fungieren Wettbroker als Mittelsmann zwischen Spieler und Buchmacher und wenn der Spieler den Buchmacher nicht kennt, braucht es eben einen Mittelsmann.

Kaum etwas ist über sie bekannt

In Deutschland fungieren Wettbroker meist im Hintergrund. Nur wenig ist über sie und deren Praktiken bekannt. Das heißt aber nicht, dass sie tun und lassen können was sie wollen. Natürlich unterliegen auch sie den Gesetzen, der Branche und sie werden gerne einer Unternehmensprüfung unterzogen. Allerdings gibt es bei einigen Wettbrokern auch immer wieder Verdachtsmomente, dass eventuell doch nicht alles korrekt abgelaufen ist. Insbesondere die Fußballwettskandale werfen ein schlechtes Licht auf die Wettbroker. So sollen Wettbroker in Asien hohe Einsätze bei Spielen getätigt haben, die im Nachhinein als manipuliert angesehen werden.

Verschiedene Maßnahmen sollen ihr Image verbessern

Nichtsdestotrotz ist es für die gesamte Industrie wichtig, dass Wettbroker eine korrekte Arbeit leisten. Ohne sie würde ein Großteil der Umsätze fehlen und weniger Menschen würden sich für Sportwetten begeistern können. Aus diesem Grund arbeiten Wettbroker auch mit staatlichen Aufsichtsbehörden zusammen und darüber hinaus setzen sie auch Maßnahmen um, die der Transparenz dienen und im Endeffekt der gesamten Industrie zu einem besseren Image verhelfen. Denn wie zu Beginn erwähnt wurde, haben Sportwetten noch stets ein schlechtes Image und das gilt sicherlich auch für die Personen, die im Hintergrund agieren. Ob diese Maßnahmen Erfolg haben oder sie keine Früchte tragen werden bleibt abzuwarten. Sie sind aber in jedem Fall ein Schritt in die richtig Richtung. Denn erst kürzlich ist herausgekommen, dass auch Tennisspiele manipuliert worden sein sollen und obwohl Tennis nicht direkt in Verbindung mit dem Fussball steht, ist davon auszugehen, dass die Verbindung in den Köpfen der Menschen doch gemacht wird.